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Pfiat eich!

30 Nov

Time flies when you’re having fun! Als ich im August die Praktikumsstelle als Produktionsassistenz in der ARGEkultur antrat, lag das Open Mind Festival 2016 noch in weiter Ferne. Jetzt, vier Monate später, ist das knapp zweiwöchige Festival auch schon wieder vorbei, und was bleibt sind schöne Erinnerungen und die Vorfreude auf das Open Mind Festival 2017 :O) […]

Free your mind.

29 Nov

Schon wieder ist es soweit. Ein weiteres Open Mind Festival neigte sich nach zwei sehr aktiven Wochen in Windeseile seinem Ende zu. Ich hatte die Ehre, auch 2016 wieder dabei sein und für Salzburgs coolste Kultur-Events bloggen zu dürfen. Jetzt soll ich meine Gedanken dazu in Worte fassen. Am liebsten würde ich allerdings den Bericht des Vorjahres herauskramen und Wort für Wort rezitieren. Gut, das Festival-Motto würde ich freilich schon umschreiben, ich will ja nicht unglaubwürdig erscheinen. Am Rest hat sich erfreulicherweise erstaunlich wenig geändert. […]

Heute schon gedumpstert?

23 Nov

Von „Dumpstern“ hat mittlerweile vermutlich jede*r schon einmal gehört. Besonders bei Diskussionen um das Mindestablaufdatum und den herrschenden Waren-Überfluss in Supermärkten fällt der Begriff ganz gerne. „Dumpstern“ kommt eigentlich vom Englischen „dumpster diving“ und steht für „Müll tauchen“. Grob übersetzt, denn Lukas, ein Dumpster-Pionier in Salzburg, klärt uns auf, dass das ja eigentlich kein Müll ist, nachdem wir gleich suchen werden. Sondern einfach nur Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, da sie nicht der Konsum-Norm entsprechen. […]

Über verlorene Jungs und Feminismus

23 Nov

Feminismus in Zeiten von Trump, Brexit und einer geschwächten politischen Linken stand im Zentrum des Gesprächs mit der laut Telegraph „lautesten und umstrittensten weiblichen Stimme der radikalen Linken“, Laurie Penny, die am Samstag (19.11) in der ARGEkultur unter der Moderation von Hannah Wölfl ihre Einschätzungen mit dem Publikum beim Open Mind Festival teilte. […]

Still here

23 Nov

Wie viele Schicksalsschläge, Misshandlungen und Instanzen sexueller Ausbeutung braucht es um eine Existenz zu zerstören? In vielen Fällen reicht wohl ein Erlebnis dieser Natur, um das Opfer an den Rand des Wahnsinns und oft auch bis in den Selbstmord zu treiben. Umso überraschender ist es, die unglaublich fesselnde Lebensgeschichte von Florence Burnier-Bauer persönlich im puristischen Interview-Film „My Talk with Florence“ von Paul Poet erzählt zu bekommen und festzustellen, dass diese alles andere als gebrochen scheint. Die Leser*innen seien gewarnt, denn was jetzt auf sie zukommt ist starker Tobak. […]

Wir fliagn hoid bis ma foin …

20 Nov

Wenn düstere Gitarrenklänge kombiniert mit österreichischer Mundart durch das Studio der ARGEkultur hallen, kann es sich nur um Paul Plut handeln. Der Sänger von Viech trat am Donnerstag, den 17.11, mit seinem Soloprojekt unter dem eigenen Namen in Salzburg auf. Sein Repertoire ist eine Mischung aus alten und neuen Songs, die Geschichten von Heimat und Heimweh, aber auch vom Sterben erzählen. Mit seiner rauchigen Stimme und sonst eher reduzierten Instrumentals schafft es Paul Plut, das Publikum in seinen Bann zu ziehen und eine große Intimität herzustellen, wodurch wohl auch die eine oder andere Träne vergossen wurde (schuldig im Sinne der Anklage). […]

Because I’m happy.

18 Nov

Der Kultur- und Bildungsverein „Ich bin O.K.“ wurde 1979 gegründet. Sein Ziel ist es, Menschen mit und ohne Handicap einen gleichberechtigten Stellenwert im kulturellen Leben zu ermöglichen. Soziale Barrieren sollen reduziert und Inklusion aktiv gelebt werden. 2010 erfolgte dann die Gründung der „Ich bin O.K. Dance Company“ zur Förderung individueller Fähigkeiten für Tänzer*innen mit fortgeschrittenem Können. Dafür werden in kleinen Gruppen anspruchsvolle Choreografien und abendfüllende Theaterprogramme erarbeitet. […]

Realität vs. Fiktion. 1:1.

15 Nov

Der Jahrmarkt der eigenen Eitelkeiten ist eröffnet. Hereinspaziert! – IMMERSION. WIR VERSCHWINDEN. des aktionstheater ensembles ist ein ganz eigenes Stück theatraler Schauspielkunst (Regie: Martin Gruber, Bühne: Sebastian Spielvogel, Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble, Claudia Tondl). Das kreative Team rund um Regisseur M. Gruber ergeht sich deshalb auch nicht in der 100sten Wiederholung eines klassischen Werkes. Vielmehr setzt die innovative Truppe, die erst kürzlich (ja, es darf ruhig noch einmal wiederholt werden) den Nestroy-Preis gewann, auf die Einarbeitung aktueller Themen und persönlicher Eindrücke. Die übersetzt es anschließend in eine dem aktionstheater ensemble ganz eigene Ästhetik und das gelingt erstaunlich gut. […]

Queer und auf der Flucht.

13 Nov

Die Frau auf der großen Leinwand erzählt leise und stockend. Der Fokus des Kameraauges zentriert sich auf ihr ebenmäßiges Gesicht; die langen, geflochtenen Haare, der Undercut, die große und schlecht verwachsene Narbe am Hals. Die Kommission, die in Kürze über Marys Asylstatus entscheiden wird, ist hartnäckig. Immer wieder bohren die einzelnen Fragesteller*innen nach; die eine gefühllos und kalt, der andere mitfühlend. Die Dolmetscherin übersetzt und ermuntert Mary davon zu erzählen, wie sie als homosexuelle Frau in ihrer Heimat verfolgt wurde. […]

Flüchtling. Und queer.

1 Nov

Irak. Ein junger Mann küsst einen anderen Mann im Auto, doch die beiden werden von fundamental-islamischen Männern dabei erwischt, verprügelt und bedroht. Der junge Mann kann die Gruppe überzeugen, dass es nur Spaß gewesen sei und sich befreien. Ob sein Bekannter noch am Leben ist, weiß er nicht. Nach dieser Erfahrung beschließt der Mann zu fliehen. Weg aus dem Irak, weg von Gewalt, Angst und Verfolgung aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Er wird zum Flüchtling und sucht um Asyl in Österreich an. (siehe: „Die Situation von Asylwerber*innen mit LGBTI-Hintergrund im österreichischen Asylwesen“, Bernhard Damoser, Interview B2: Z 3-47) […]