Archiv | Oktober, 2012

Editorial

24 Okt

Cornelia Anhaus © Wolfgang Lienbacher

überLeben

„Überleben ist ein Beruf, der gelernt werden muss wie jeder andere“ (Hans Sahl) – erst recht in einer pittoresken Stadt wie Salzburg. Hinter der vermeintlich idyllischen Beschaulichkeit lassen sich Existenzkämpfe von KünstlerInnen wie MigrantInnen, SexarbeiterInnen, der schwindenden Mittelschicht und Mittellosen, von psychisch kranken Menschen und „stabilen“, jungen und alten, der Demokratie im Allgemeinen und der Toleranz im Speziellen besonders gut verstecken. Und alle sind auf der Suche nach demselben „Glücksprinzip“ – wie unser (Über)Leben organisieren? […]

Trailer zum Open Mind Festival 2011 „Frei von Schuld(en)“

23 Okt

Jukebox of the Undead

23 Okt

Eine sehr persönliche Auswahl unsterblicher Popmomente von Didi Neidhart & Austrofred anlässlich ihrer Performance „Reborn to be alive. Die Untoten des Pop.“ Lesung, Palaver & Powerpoint Lecture, anschließend Schallplattenunterhaltung.

Zu sehen am Do, 22.11.2012 in der ARGEkultur, im Rahmen des Open Mind Festivals 2012.

 

Mathias Illigen „Ich oder Ich“


23 Okt

Die wahre Geschichte eines Mannes, der seinen Vater getötet hat


Wie schafft es ein Mensch, der seinen eigenen Vater getötet und vom Gericht als nicht schuldfähig erkannt wurde, mit seiner Tat zu leben?

Als Student im DissertantInnenseminar von Peter Sloterdijk glaubt Mathias Illigen, dass der Starphilosoph von seinem Podium herab nur noch mit ihm spricht: über Andeutung, Zeichen, Zitate. Mathias Illigen schlittert in eine Psychose und wähnt sich in einem gigantischen Glaubenskrieg. […]

Überleben im Graubereich

23 Okt

Die Geschichte einer ehemaligen Sexarbeiterin

„Das Sexualleben der Menschen braucht keine staatliche Regulierung. Schon gar keine, die Selbstbestimmtheit und Selbstständigkeit verhindert und lediglich dem Erhalt einer Doppelmoral dient.“ Diese Aussage stammt von Medea1, einer ehemaligen Sexarbeiterin. Ihre Geschichte gibt einen Einblick in eine Szene, die durch ihre Existenz gängige bürgerliche Sexualnormen von romantischer Liebe, Treue und Monogamie in Frage stellt. […]

Marko M. Feingold: „Der Bockerer hat recht!“

23 Okt

Nicht nur eine Überlebensgeschichte.

In diesem Jahr feierte Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg, seinen 99. Geburtstag. Aus diesem Anlass erschien seine Lebensgeschichte in einer Neuauflage im Otto Müller Verlag. Präsentiert wurde sie vor den zahlreich erschienenen Gästen in der Salzburger Synagoge, die sich noch während der kurzen Ansprache Feingolds in den Saal drängten. In Sorge darüber, ob denn das vorbereitete Buffet für alle reichen würde, schlug er in seiner verschmitzten Art einen zweiten Termin für die Zukurzgekommenen vor. Einer der Gäste erwiderte amüsiert aber kopfschüttelnd, dass ja doch nur wieder alle kommen würden. […]