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So I’ll be gone til November…

2 Feb

… aber um die Wartezeit bis zum nächsten Festival (9. bis 19. November 2017) etwas zu versüßen, hier der Rückblick auf das Open Mind Festival 2016!

 

Heute schon gedumpstert?

23 Nov

Von „Dumpstern“ hat mittlerweile vermutlich jede*r schon einmal gehört. Besonders bei Diskussionen um das Mindestablaufdatum und den herrschenden Waren-Überfluss in Supermärkten fällt der Begriff ganz gerne. „Dumpstern“ kommt eigentlich vom Englischen „dumpster diving“ und steht für „Müll tauchen“. Grob übersetzt, denn Lukas, ein Dumpster-Pionier in Salzburg, klärt uns auf, dass das ja eigentlich kein Müll ist, nachdem wir gleich suchen werden. Sondern einfach nur Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, da sie nicht der Konsum-Norm entsprechen. […]

Über verlorene Jungs und Feminismus

23 Nov

Feminismus in Zeiten von Trump, Brexit und einer geschwächten politischen Linken stand im Zentrum des Gesprächs mit der laut Telegraph „lautesten und umstrittensten weiblichen Stimme der radikalen Linken“, Laurie Penny, die am Samstag (19.11) in der ARGEkultur unter der Moderation von Hannah Wölfl ihre Einschätzungen mit dem Publikum beim Open Mind Festival teilte. […]

Still here

23 Nov

Wie viele Schicksalsschläge, Misshandlungen und Instanzen sexueller Ausbeutung braucht es um eine Existenz zu zerstören? In vielen Fällen reicht wohl ein Erlebnis dieser Natur, um das Opfer an den Rand des Wahnsinns und oft auch bis in den Selbstmord zu treiben. Umso überraschender ist es, die unglaublich fesselnde Lebensgeschichte von Florence Burnier-Bauer persönlich im puristischen Interview-Film „My Talk with Florence“ von Paul Poet erzählt zu bekommen und festzustellen, dass diese alles andere als gebrochen scheint. Die Leser*innen seien gewarnt, denn was jetzt auf sie zukommt ist starker Tobak. […]

Keep your laws off my body.

20 Nov

Meine Eltern ließen sich nicht lumpen und stifteten für meine Entstehung generös ihre Erbmaterial. Das wurde nach einem relativ unergründlichen Bauplan der Natur zusammengestöpselt. Neun Monate später erblickte ich in dem Glauben, frei über diese Maßanfertigung verfügen zu können, das Licht der Welt. Ich irrte. Das scheint mit meinem weiblichen Geschlecht zusammenzuhängen. Denn wiewohl mir niemand ohne meine Zustimmung die Haare schneiden, die Nase verkleinern oder ein Bein amputieren darf (abgesehen in lebensbedrohlichen Situationen), erfährt diese herrliche, selbstbestimmte Freiheit bei meinem Uterus ein jähes Ende.

[…]

Because I’m happy.

18 Nov

Der Kultur- und Bildungsverein „Ich bin O.K.“ wurde 1979 gegründet. Sein Ziel ist es, Menschen mit und ohne Handicap einen gleichberechtigten Stellenwert im kulturellen Leben zu ermöglichen. Soziale Barrieren sollen reduziert und Inklusion aktiv gelebt werden. 2010 erfolgte dann die Gründung der „Ich bin O.K. Dance Company“ zur Förderung individueller Fähigkeiten für Tänzer*innen mit fortgeschrittenem Können. Dafür werden in kleinen Gruppen anspruchsvolle Choreografien und abendfüllende Theaterprogramme erarbeitet. […]

Das Ende des Kapitalismus?

16 Nov

Einen unvergleichlichen Ansturm erlebte die in Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek veranstaltete Montagsrunde des diesjährigen Open Mind Festival in der ARGEkultur. Das Thema lautete passend zu aktuellen politischen Entwicklungen „Das Ende des Kapitalismus?!“, die Betonung lag auf der Spannung zwischen Fragezeichen und Rufzeichen. […]

Realität vs. Fiktion. 1:1.

15 Nov

Der Jahrmarkt der eigenen Eitelkeiten ist eröffnet. Hereinspaziert! – IMMERSION. WIR VERSCHWINDEN. des aktionstheater ensembles ist ein ganz eigenes Stück theatraler Schauspielkunst (Regie: Martin Gruber, Bühne: Sebastian Spielvogel, Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble, Claudia Tondl). Das kreative Team rund um Regisseur M. Gruber ergeht sich deshalb auch nicht in der 100sten Wiederholung eines klassischen Werkes. Vielmehr setzt die innovative Truppe, die erst kürzlich (ja, es darf ruhig noch einmal wiederholt werden) den Nestroy-Preis gewann, auf die Einarbeitung aktueller Themen und persönlicher Eindrücke. Die übersetzt es anschließend in eine dem aktionstheater ensemble ganz eigene Ästhetik und das gelingt erstaunlich gut. […]

Queer und auf der Flucht.

13 Nov

Die Frau auf der großen Leinwand erzählt leise und stockend. Der Fokus des Kameraauges zentriert sich auf ihr ebenmäßiges Gesicht; die langen, geflochtenen Haare, der Undercut, die große und schlecht verwachsene Narbe am Hals. Die Kommission, die in Kürze über Marys Asylstatus entscheiden wird, ist hartnäckig. Immer wieder bohren die einzelnen Fragesteller*innen nach; die eine gefühllos und kalt, der andere mitfühlend. Die Dolmetscherin übersetzt und ermuntert Mary davon zu erzählen, wie sie als homosexuelle Frau in ihrer Heimat verfolgt wurde. […]

Flüchtling. Und queer.

1 Nov

Irak. Ein junger Mann küsst einen anderen Mann im Auto, doch die beiden werden von fundamental-islamischen Männern dabei erwischt, verprügelt und bedroht. Der junge Mann kann die Gruppe überzeugen, dass es nur Spaß gewesen sei und sich befreien. Ob sein Bekannter noch am Leben ist, weiß er nicht. Nach dieser Erfahrung beschließt der Mann zu fliehen. Weg aus dem Irak, weg von Gewalt, Angst und Verfolgung aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Er wird zum Flüchtling und sucht um Asyl in Österreich an. (siehe: „Die Situation von Asylwerber*innen mit LGBTI-Hintergrund im österreichischen Asylwesen“, Bernhard Damoser, Interview B2: Z 3-47) […]