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Because I’m happy.

18 Nov

Der Kultur- und Bildungsverein „Ich bin O.K.“ wurde 1979 gegründet. Sein Ziel ist es, Menschen mit und ohne Handicap einen gleichberechtigten Stellenwert im kulturellen Leben zu ermöglichen. Soziale Barrieren sollen reduziert und Inklusion aktiv gelebt werden. 2010 erfolgte dann die Gründung der „Ich bin O.K. Dance Company“ zur Förderung individueller Fähigkeiten für Tänzer*innen mit fortgeschrittenem Können. Dafür werden in kleinen Gruppen anspruchsvolle Choreografien und abendfüllende Theaterprogramme erarbeitet. […]

Realität vs. Fiktion. 1:1.

15 Nov

Der Jahrmarkt der eigenen Eitelkeiten ist eröffnet. Hereinspaziert! – IMMERSION. WIR VERSCHWINDEN. des aktionstheater ensembles ist ein ganz eigenes Stück theatraler Schauspielkunst (Regie: Martin Gruber, Bühne: Sebastian Spielvogel, Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble, Claudia Tondl). Das kreative Team rund um Regisseur M. Gruber ergeht sich deshalb auch nicht in der 100sten Wiederholung eines klassischen Werkes. Vielmehr setzt die innovative Truppe, die erst kürzlich (ja, es darf ruhig noch einmal wiederholt werden) den Nestroy-Preis gewann, auf die Einarbeitung aktueller Themen und persönlicher Eindrücke. Die übersetzt es anschließend in eine dem aktionstheater ensemble ganz eigene Ästhetik und das gelingt erstaunlich gut. […]

Queer und auf der Flucht.

13 Nov

Die Frau auf der großen Leinwand erzählt leise und stockend. Der Fokus des Kameraauges zentriert sich auf ihr ebenmäßiges Gesicht; die langen, geflochtenen Haare, der Undercut, die große und schlecht verwachsene Narbe am Hals. Die Kommission, die in Kürze über Marys Asylstatus entscheiden wird, ist hartnäckig. Immer wieder bohren die einzelnen Fragesteller*innen nach; die eine gefühllos und kalt, der andere mitfühlend. Die Dolmetscherin übersetzt und ermuntert Mary davon zu erzählen, wie sie als homosexuelle Frau in ihrer Heimat verfolgt wurde. […]

Mein Körper. Meine Entscheidung.

5 Nov

Sag, kennst du Frau Welt? Vordergründig überirdisch schön, bringt sie mit ihrem faszinierendem Aussehen ganze Räume zum Erstrahlen. In Konrads von Würzburg allegorischer Verserzählung „Der Welt Lohn“ trifft Wirnt von Grafenberg auf die geheimnisvolle Unbekannte. Wirnt ist ganz verzückt, bis … tja, bis sie sich umdreht. Groß der Effekt. Denn Frau Welts Rücken ist hässlich und entstellt: Würmer, Schlangen, Kröten und Nattern tummeln sich darauf. […]

Die Engel mit den eisernen Kiefern

24 Okt

Auf einmal war es da. Dieses eine Wort. Wie aus dem Nichts. Und jetzt nahm es das Gros meiner gedanklichen Kapazitäten ein. Zumindest für einen Augenblick. Eigentlich gustierte ich gerade durch das diesjährige Programm des Open Mind Festivals. Und dann tauchte es unvermutet in meinem Gedankenstrom auf: „Suffragetten“. […]

Mind? Open!

8 Dez

Festivals haben etwas mit Weihnachten gemein: Es dauert eine gefühlte Ewigkeit für die ungeduldig Wartenden, bis es soweit ist. Und dann, hurra, endlich erreicht, tritt das langersehnte Festival trotzdem ungefähr genauso unerwartet ein wie das alljährliche Weihnachtsfest. […]

Tip Tapping mit Dillon

26 Nov

Wenn man Dillon mit nur einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das vermutlich „einzigartig“. Denn einzigartig ist so ziemlich alles an der brasilianischen Sängerin, Songschreiberin und Pianistin, die mit vier Jahren mit ihrer Mutter eher zufällig nach Deutschland kam und heute in Berlin lebt. Mit vollen Namen heißt Dillon eigentlich Dominique Dillon de Byington, da das aber ziemlich lange und für einen Künstler*innennamen etwas kompliziert ist, nennt sich die zierliche wirkende junge Frau ganz einfach Dillon. […]

Warum wir alle gleich sind

25 Nov

Der Trans*/Inter*Thementag knüpft nahtlos an die „Queere migrantische Filmnacht“ an und beschäftigt sich vertiefend mit Transsexualität und Intersexualität.

Eines fällt auf an diesem Vormittag im Studio der ARGEkultur. Nein, es ist nicht das Buffet im Vorraum (okay, das vielleicht auch), sondern die warme und herzliche Atmosphäre, mit denen die Neuankömmlinge im Vortragsraum von den bereits Anwesenden empfangen werden. „Hallos“ und Namen schwirren durch das Studio, binnen Minuten sind Menschen in Gespräche verwickelt, die sich vorher noch nicht kannten. […]

Outside the box

22 Nov

Kinowetter vom Feinsten bei der „Queeren Migrantischen Filmnacht“ beim Open Mind Festival in der ARGEkultur. Während draußen Regen und Temperaturen „November-Style“ fallen, laden im Studio ausgewählte Filme zum Verweilen und Nachdenken ein. […]

„Don’t Robert me…“

20 Nov

An was denkst du, liebe*r Blog-Leser*in, zuerst bei Indien? Ich gerne an Bollywood-Filme, die mir zu lange und zu kitschig sind, an farbenfrohe Kleidung, viele Gewürze und Kühe auf den Straßen. Vielleicht auch noch an Menschen, die im Ganges baden oder an die Yoga-Reise nach Indien, die mir meine Yoga-Lehrerin immer wieder empfiehlt und die ziemlich paradiesisch anmutet. An was denken Inder*innen vice versa wohl bei Österreich? […]